Privacy made easy? - Ein hybrides Verwaltungskonzept mit Permissioned Blockchain

04. März
 
13:15
14:00
 
Erfahrungsberichte

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Blockchains haben in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit und Relevanz gewonnen. Nicht zuletzt durch populäre Kryptowährungen, wie Bitcoin und Ethereum, ist das Konzept der Distributed Ledger mittlerweile in weiten Teilen der Wirtschaft und
Forschung angekommen. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie nicht auf digitale Währungen beschränkt; in immer mehr Bereichen wird mit Blockchain-Anwendungen experimentiert. Der theoretische Vorteil liegt auf der Hand: eine neue Form von digitalem
Vertrauen, welches durch Algorithmen und Quellcode gewonnen wird.

Wir beschäftigen uns mit dem praktischen Nutzen dieser Technologie und entwickeln einen Prototypen für den universitären Bereich. Daher interessieren wir uns insbesondere für die Eignung einer Blockchain-getriebenen Anwendung für die Verwaltung von Daten und Transaktionen. Für die Konzeptionierung und Implementierung unserer Blockchain präsentieren wir das Blockchain-Modell des Open-Source Frameworks Hyperledger Fabric der Linux Foundation. Dabei handelt es sich um ein modulares und erweiterbares System für
sogenannte Permissioned Blockchains. Mit Hilfe dieser können wir verschiedene Schreib-, Lese- und Mitbestimmungsrechte in unserem Peer-to-Peer Netzwerk regulieren, um mehr Security und Privacy zu gewährleisten.

Bei unserer Umsetzung sind wir flexibel: nicht alles muss auf die Blockchain. Wir unterscheiden zwischen zwei Arten von Use Cases. Die einen werden mit Hilfe der Blockchain (on-chain), die anderen mit einer verteilten Datenbank (off-chain) realisiert. Im Zuge dessen zeigen wir Ihnen, wie wir das resultierende System in einer modernen Umgebung wie Kubernetes betreiben.

In unserem Vortrag möchten wir Ihnen eine Idee zur Umsetzung eines Blockchain getriebenen Systems für eine effiziente und sichere Datenverwaltung mit auf den Weg
geben. Dabei betrachten wir, wieso es sich mitunter lohnt, eine hybride Variante einer reinen Blockchain-Anwendung vorzuziehen.

Anemone Kampkötter

Universität Paderborn

Anemone Kampkötter (B.Sc.) studiert im Masterstudiengang Informatik an der Universität Paderborn (UPB), an der sie 2019 auch ihren Bachelor-Abschluss erhielt. Seit März 2020 ist sie zudem als studentische Hilfskraft im Projekt „CogniCrypt“ des Lehrstuhls Softwaretechnik tätig. Im Rahmen einer einjährigen Projektgruppe mit dem Titel „University Credits 4.0“ forscht und entwickelt sie zur Zeit gemeinsam mit ihrer Co-Referentin Marie-Christin H. Oczko, 14 weiteren Studenten und drei Mitarbeitern der UPB an einem Universitäts-Verwaltungssystem basierend auf Permissioned Blockchains.

Marie-Christin H. Oczko

Universität Paderborn

Marie-Christin H. Oczko (B.Sc.) studiert Informatik im Masterstudiengang an der Universität Paderborn (UPB), an der sie 2019 erfolgreich ihren Bachelor abschloss. Während ihres bisherigen Studiums wirkte sie zweieinhalb Jahre als studentische Hilfskraft an dem Projekt „Safety4Bikes” des Lehrstuhls Verteilte Eingebettete Systeme mit. Zur Zeit forscht und entwickelt sie, gemeinsam mit ihrer Co-Referentin Anemone Kampkötter, in der einjährigen Projektgruppe „University Credits 4.0“ zum Thema Permissioned Blockchains.