Consequence Scanning - Verantwortungsbewusste Produktentwicklung

04. März
 
14:15
15:15
 
Informatik und Gesellschaft

Beginner Level

- Wie barrierefrei muss unser Service eigentlich sein? Welche Menschen schließen wir sonst aus?

- Verstärkt unser KI-System die bestehende Benachteiligung bestimmter Gruppen?

- Unter welchen Voraussetzungen dürfen wir Userdaten mit unserem Kooperationspartner teilen?

Nicht alle Auswirkungen digitaler Produkte oder Services sind beabsichtigt, nicht alle sind positiv. "Consequence Scanning" ist eine leichtgewichtige Team-Aktivität, die während der Entwicklung die Diskussion über mögliche ungewollte ethische, gesetzliche oder auch soziale Folgen der Produktverwendung fördert.

Das Vorgehen ist anwendbar bei der Erarbeitung der Produktvision, bei der Erstellung der Produkt-Roadmap und auch vor der Implementierung eines bestimmten Features. Die identifizierten potentiell unbeabsichtigten Auswirkungen und mögliche Maßnahmen werden kommuniziert und fließen in die weitere Entwicklung ein.

Zur Zielgruppe des Beitrags gehören alle, die an der Entwicklung digitaler Produkte und Services beteiligt sind.

Die Teilnehmer*innen bekommen einen Überblick über praxisorientierte Ansätze zur Bearbeitung von ELSI-Themen (Ethical, Legal and Social Implications). Sie lernen mit "Consequence Scanning" ein Verfahren genauer kennen, das gut zum agilen iterativen Vorgehen passt. Sie erleben, wie unterschiedliche Perspektiven aus einem möglichst diversen Team eine größere Bandbreite an Ideen und Alternativen erzeugen. Und sie erfahren, wie identifizierte unbeabsichtigte Auswirkungen und mögliche Maßnahmen bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden können.

Thorsten Brunzendorf

codecentric AG

Thorsten ist Teil des Nürnberger Teams der codecentric. Wichtig für ihn sind nicht nur verständlicher Code und bessere Tests, sondern mehr noch Produkte, die wirkliche Bedürfnisse erfüllen. Zusammenarbeit und Feedback sind notwendig für beides.