Agile - The Next Generation - Eine interaktive Session

04. März
 
14:15
15:15
 
Agile

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Die Geister, die ich rief oder die Erkenntnis, dass sich Probleme nicht allein durch die Einführung eines Agilen Frameworks in Luft auflösen, macht teilweise den Vorstoß von Unternehmen in die Agile Welt zunichte, bevor er überhaupt richtig begonnen hat.

Vor über 19 Jahren wurde das Agile Manifesto verfasst und gezeichnet. Über 27 Jahre ist es nun her, dass Schwaber und Sutherland das Scrum Framework formalisierten und auch hier gab es bereits Vordenker. Mitte der 2010er Jahre lässt sich ein Trend zu Agilität und in diesem Zusammenhang zu Scrum verzeichnen. Große Unternehmen müssen plötzlich gegen kleine innovative Kickstarter antreten. Sowohl in puncto Innovationspotenzial als auch durch die Tatsache bedingt, dass jenseits langer Entscheidungsprozesse und Planungsrunden entwickelt werden kann, hängen die kleinen die großen plötzlich ab. Der Druck auf die Unternehmen steigt und zwingt sie zum Handeln. Agilität, allem voran Scrum ging scheinbar viral, doch auch Ernüchterung machte sich breit.

Zur Agilen Arbeitsweise gehört jedoch mehr als die blanke Theorie und das Umbenennen von Meetings. Zum Beispiel auch ein agiles Mindset sowie ein Wertesystem und genau hier liegt die Crux. Ein Mindset ist eine Sichtweise auf Dinge, die stark geprägt von den Erfahrungen, sowie des Wesens eines jeden Einzelnen flexibel oder starr sein kann. Ein Wertesystem kippt man nicht einfach irgendwo rein und dann ist es verankert. Es will gelebt werden und es muss passen. Es braucht also vor Zeit, um Agilität zu etablieren, vor allem dann, wenn man langfristig den Mehrwert daraus ziehen möchte, in Form von: Produktivität, verantwortungsvollen Teams, gesteigerter Innovationskraft, etc.

Es sind noch viele weitere Bausteine am Gelingen eines derart umfassenden Systemwechsels beteiligt. So sind beispielsweise auch Unternehmensprozesse betroffen oder die Art wie wir es gewohnt sind Verträge und Angebote zu machen. Darum bedarf es wahrscheinlich mehr als nur eines Knallfroschs, um die Gedanken des Agilen Manifests in den Unternehmen zu zünden.

Während des Corona-Lockdowns ließen sich interessante Beobachtungen machen. Dinge, die zuvor nicht denkbar waren, wurden aus der Not heraus plötzlich machbar. Beispiel Homeoffice. Auf der anderen Seite traten viele Versäumnisse vor allem technischer Natur, viel stärker ans Tageslicht, beispielsweise analoge Prozesse, wie Unterschriften- und Freigabeprozesse.

Der Bedarf eines Kulturwandels unsere Arbeitsweise betreffend, scheint größer geworden.

In einer interaktiven Session mit Open Space Charakter möchte ich gemeinsam mit den Teilnehmern erörtern wie ein Kulturwandel langfristig passieren kann.

Sabrina Turner

Atos Information Technology

Sabrina Turner, Agile Coach und Professional Scum Master (scrum.org), *09.12.1980 in Stuttgart Bad Cannstatt.
Seit ich 2016 einen ersten Einblick in die agile Welt bekommen habe, wollte ich dort nicht mehr weg. Sowohl die Arbeitsweise als auch Philosophie kommen meiner Natur und der Art und Weise wie ich arbeite am nächsten. Damit war mein weiterer Werdegang beschlossene Sache - wobei ich mich lange Zeit gegen eine Zertifizierung gewehrt habe. Nun sind schon ein paar Jahre ins Land gegangen. Retrospektiv habe ich schöne Erfahrungen mit den Teams gewonnen, mit denen ich arbeiten durfte. Dabei kam es durchaus auch vor, dass ich von der Einführung einer Agilen Arbeitsweise abgeraten habe. Wenn schon im Vorfeld klar war, dass dieser Weg aus Verzweiflung heraus, gemäß einer Kundenanforderung o.ä. eingeschlagen werden sollte oder einfach der Zeitpunkt noch nicht gekommen war. Mein Motto in diesem Kontext: „Ihr habt nur einen Schuss und der muss sitzen“. Aktuell unterstütze ich die Atos Information Technology GmbH, intern sowie extern in der Beratung beim Kunden. Parallel entwickle ich radsam, Führungskräfte- und Teambuilding-Workshops auf dem Rad, welches im Frühjahr 2021 an den Markt gehen wird.

Uwe Bloch

Bloch Consulting GmbH

Uwe Bloch ist Geschäftsführer der Bloch Consulting GmbH, die Kunden bei agilen Transformationen fachlich wie technisch unterstützt. Er arbeitet als Organisationsentwickler, Agiler und systemischer Coach, Berater und Trainer überwiegend in großen Transformationsprojekten Branchen übergreifend. In sechs großen Projekten durfte er fast alle gängigen Theorien erfolgreich in der Praxis erproben. Die systemischen Coachings der Führungskräfte waren für ihn meist der Schlüssel zum nachhaltigen Projekterfolg.