Sollbruchstellen in Microservices

Conference Day - 21. Februar
 
11:05
11:50
 
Microservices und Cloud
 
Konferenzraum 1.801

Nach den großen Software-Monolithen der letzten 20 Jahre schlug das Pendel vor zwei Jahren ins andere Extrem: Mit Microservices konzipierten wir Software-Architekten kleine autonome Einheiten, die unsere Probleme bei Wartbarkeit und Betrieb der Software lösen sollten. Heute wissen wir: Microservices haben viele Vorteile, bringen jedoch eine andere Komplexität mit sich. Bei zu feingranularem Schnitt der Services verlagern wir einen großen Teil der Fachlichkeit in die Kommunikation; Erweiterungen, Refactorings, Fehlersuche, Betrieb werden plötzlich aufwendiger – und wir landen ebenfalls in einer – nun verteilten - Wartungshölle.

Unser Fazit aus drei Jahren Bau und Betrieb von Microservices lautet deswegen: Schneide deine Microservices nicht zu klein. Nutze hexagonale Architekturen und baue in größere Microservices fachliche Sollbruchstellen ein. Löse eine Funktion anhand dieser Bruchstellen heraus, wenn der Microservice zu groß wird – und erst dann!

Im Vortrag zeige ich, wie wir Sollbruchstellen konzeptionieren und umsetzen. Ich erläutere unsere Referenzarchitektur und zeige konkrete Code-Beispiele aus zwei Kundenprojekten.

Alexander Hofmann

MaibornWolff, Deutschland

Alexander Hofmann ist seit 2012 Technischer Geschäftsführer (CTO) von MaibornWolff. Der Diplom-Informatiker auditiert Software-Systeme und berät Architekten in Software-Projekten. Bei MaibornWolff verantwortet Alexander Hofmann die Forschung und Entwicklung und arbeitet als Trainer für Microservice Architekturen. Auch bei seinem vorherigen Arbeitgeber sd&m/Capgemini war er 15 Jahre als Entwickler, Software-Architekt und Projektmanager für komplexe IT-Vorhaben verantwortlich, bevor er 3 Jahre lang die Forschung für Capgemini Deutschland leitete.