Die Mutter aller Abfragesprachen: SQL im 21. Jahrhundert

Conference Day - 21. Februar
 
10:00
10:45
 
Technologien und Tools
 
Seminarraum 1.812

Wussten Sie, dass das rein relationale Dogma von SQL bereits 1999 aufgegeben wurde?

SQL-92 war der letzte Standard, der auf die relationale Idee beschränkt war. Ab 1999 wurde SQL um nicht-relationale Operationen und Datenstrukturen erweitert. Obwohl dieser Schritt damals viel diskutiert wurde, dauerte es Jahrzehnte, bis die Datenbankhersteller dieses Paradigmenwechsel verdaut hatten. Viele Entwickler haben bis heute nichts davon gehört.

Das Jahr 2018 markiert aber den Wendepunkt. Mit dem Erscheinen von MySQL 8.0 hat auch die letzte der gängigen SQL-Datenbanken den Paradigmenwechsel vollzogen und unterstützt die wichtigsten nicht-relationalen Konzepte von SQL.

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Evolution von SQL seit 1999. Neben Rekursionen und Window-Funktionen wird die Unterstützung schemaloser Dokumente (JSON) und die Zeitreisefähigkeiten von SQL vorgestellt. Dabei wird auch aufgezeigt, wann diverse Hersteller begonnen haben, nicht-relationales SQL zu unterstützen. Letztendlich zeigt der Vortrag, dass sich SQL in den letzten Jahrzehnten genauso weiterentwickelt hat, wie die Anforderungen mit denen man in der Entwicklung zu tun hat.

Markus Winand

winand.at, AT

Markus Winand ist unabhängiger Autor, Trainer und Berater zum Thema SQL. Sein Buch „SQL Performance Explained“ wurde bereits in fünf Sprachen übersetzt. Es kann als Printausgabe erworben, aber auch gratis auf seiner Webseite use-the-index-luke.com gelesen werden. Unter dem Motto „Seit SQL-92 hat sich einiges getan“ arbeitet er derzeit an seinem zweiten Buch, das ebenfalls gratis im Web abrufbar ist (modern-sql.com). Markus Winand spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen und Usergruppen über SQL.