Block 1: Agile Skalierung, aber richtig - oder: "LeSS isn't less safe than SAFe"

Conference Day - 16. Februar
 
13:25
14:10
 
Agilität
 
Konferenzraum 1.811

Agilität ist in aller Munde. Viele Unternehmen haben bereits agile Ansätze auf Teamebene mit Erfolg etabliert. Wenig überraschend stellt sich dann schnell die Frage, wie mit Vorhaben umzugehen ist, für die ein einzelnes agiles Team nicht ausreicht.

Während es für einzelne Teams mit Scrum und seinen Derivaten wie Scrum/XP oder Scrumban einen sehr deutlichen Gewinner gibt, sieht es bei Skalierungsansätzen für mehrere bis sehr viele Teams ganz anders aus. Hier sind Unternehmen mit sehr unterschiedlichen konkurrierenden Ansätzen konfrontiert, die teilweise auch erst recht kurzfristig entstanden sind - auf Basis von Erfahrungen, die deren Urheber in den vergangenen Jahren gemacht haben. So haben beispielsweise die beiden Scrum-Erfinder, die auch heute noch Scrum gemeinsam kontinuierlich weiter entwickeln, zwei unterschiedliche Skalierungsframeworks - "Scrum@Scale" und "Scaled Professional Scrum/Nexus" entwickelt.

Sehr spannend ist, dass momentan zwei grundsätzlich unterschiedliche Philosophien konkurrieren (teilweise mit scharfen Worten der gegenseitigen Kritik). Auf der einen Seite findet sich das sehr umfassende "Scaled Agile Framework (SAFe)", das sich aktuell großer Beliebtheit erfreut, weil es vielen Unternehmen in ihrer bisherigen Denke entgegen kommt und nicht zuletzt ein - eventuell trügerisches - Gefühl der Sicherheit vermittelt. Auf der anderen Seite konkurrieren Ansätze wie wie zum Beispiel "Large Scale Scrum (LeSS)", die ähnlich wie Scrum nur einen sehr weiten, auf die Essenz reduzierten Rahmen aufspannen, innerhalb dessen es sich zu entfalten gilt - was zugegebenermaßen für unerfahrene Unternehmen eine größere Herausforderung ist. Und innerhalb dieser reduzierten Ansätze finden sich auch noch sehr unterschiedliche Schwerpunktsetzungen, die in jedem Fall ein genaueres Augenmerk verdienen.

Ziel der Session ist es, den Teilnehmern einen ersten Einblick in die verschieden Herangehensweisen - und vor allem die unterschiedlichen "Warums" dahinter - zu vermitteln und so eine Basis für eine vertiefte Auseinandersetzung mit agiler Skalierung zu schaffen. Und ein paar Tipps zur agilen Transformation wird es auch geben.

Dr. Marcus Gemeinder

DB Systel GmbH, Deutschland

Dr. Marcus Gemeinder ist mit mehr als zehn Jahren Projekterfahrung bei der Deutschen Bahn bereits ein alter Hase im Projektgeschäft. Nach großen und kleinen Projekten mit Wasserfall-Vorgehen verschob sich sein Fokus auf agile Praktiken. Heute ist er als Mitarbeiter der DB Systel, der IT-Tochter im DB-Konzern, vorwiegend als Agile Consultant und Coach tätig - und als solcher auch Mitveranstalter des DB-weiten "Agile Round Table", der auch interessierten Externen offen steht. Sein Fokus liegt dabei auf einem agilen Mindset, dem richtigen WHY sowie dem kulturellen Umfeld.